Wie erfolgt die Qualifizierung und Schulung der Can Do Software?
Ein strukturierter und praxisnaher Schulungsansatz ist entscheidend für den nachhaltigen Erfolg von Can Do in der Organisation. Das folgende Konzept zeigt eine bewährte Vorgehensweise, wie Anwender effizient befähigt und Wissen langfristig verankert werden kann. Dabei wird besonderer Wert auf Skalierbarkeit, Datenqualität und eigenständige Nutzung gelegt.
1. Zielsetzung
Ziel des Qualifizierungs- und Schulungskonzepts ist es, alle relevanten Nutzergruppen effizient und nachhaltig in der Nutzung von Can Do zu befähigen. Dabei wird sichergestellt, dass Anwender ihre Aufgaben sicher und eigenständig ausführen können, ein fundiertes Verständnis für Prozesse und Datenflüsse entsteht, eine hohe Datenqualität gewährleistet wird und die Organisation Can Do langfristig eigenständig betreiben und weiterentwickeln kann.
Das Schulungskonzept folgt einem praxisorientierten Ansatz und basiert maßgeblich auf dem Train-the-Trainer-Prinzip (Key-User-Modell). Internes Wissen wird gezielt aufgebaut und über definierte Ansprechpartner nachhaltig in der Organisation verankert.
2. Grundprinzipien der Qualifizierung
Ein erfolgreiches Schulungsprogramm braucht ein solides Fundament. Bevor einzelne Nutzergruppen geschult werden, legen wir fest, nach welchem Grundprinzip die Wissensvermittlung organisiert ist. Dabei stehen zwei Ansätze zur Verfügung, die sich bewährt haben – und die sich bei Bedarf auch kombinieren lassen.
2.1 Key-User- / Train-the-Trainer-Konzept (empfohlen)
In der Praxis setzen wir erfolgreich auf ein Train-the-Trainer-Modell, das sich in zahlreichen Kundenprojekten bewährt hat. Im Kern werden zunächst ausgewählte Key User je Fachbereich umfassend geschult. Diese übernehmen anschließend drei zentrale Rollen: Sie sind Multiplikatoren innerhalb der Organisation, erste Ansprechpartner im Fachbereich und Schnittstelle zu den Can Do Consultants.
Das bringt konkrete Vorteile:
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nachhaltiger interner Know-how-Aufbau,
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reduzierte Abhängigkeit von externem Support,
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bessere Akzeptanz durch interne Ansprechpartner und
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eine hohe Skalierbarkeit der Wissensvermittlung.
2.2 Rollenbasierter Schulungsansatz (alternativ oder ergänzend)
Alternativ oder ergänzend können Schulungen rollenbasiert durchgeführt werden. Typische Zielgruppen sind Mitarbeitende (Zeiterfassung / Rückmeldungen), Projektleiter, Portfoliomanager, Management und Administratoren. Dieser Ansatz ermöglicht eine gezielte, aufgabenorientierte Wissensvermittlung entlang der jeweiligen Nutzung von Can Do.
3. Schulungskonzept nach Nutzergruppen
Nicht jeder Anwender nutzt Can Do auf dieselbe Weise – und dementsprechend unterscheiden sich auch die Schulungsinhalte. Je nach Rolle im Unternehmen stehen unterschiedliche Aufgaben, Perspektiven und Anforderungen im Vordergrund. Der folgende Abschnitt beschreibt, was die jeweiligen Nutzergruppen lernen, wie die Schulungen durchgeführt werden und welche ergänzenden Maßnahmen dabei unterstützen.
3.1 Mitarbeitende (Zeiterfassung & Rückmeldungen)
Zielgruppe: Alle Anwender, die Zeiten erfassen und Fortschritte melden.
Durchführung: Remote-Schulung in zwei aufeinander aufbauenden Sessions – skalierbar und effizient.
Inhalte – Block 1 (Basis, ca. 1–2 Stunden):
- Einführung in Can Do und Systemlogik
- Bedeutung der Dateneingabe im Gesamtkontext
- Zeiterfassung (Erfassung, Korrekturen, Buchungslogik)
- Fortschrittsmeldungen und deren Wirkung
- Transparenz: Wer sieht welche Daten und warum?
Inhalte – Block 2 (Vertiefung):
- Klärung von Praxisfragen
- typische Anwendungsfälle und Best Practices
- Umgang mit Sonderfällen
- Erfahrungsaustausch
Ergänzende Maßnahme: Bereitstellung von Kurzvideos (z. B. zur Zeiterfassung) – besonders geeignet für das Onboarding neuer Mitarbeitender und zur Wiederholung.
3.2 Projektleiter und Portfoliomanager
Zielgruppe: Projektverantwortliche und steuernde Rollen
Durchführung: Schulung in zwei Hauptblöcken, jeweils ca. 0,5–1 Personentag pro Block.
Inhalte – Block 1 (Grundlagen & Planung):
- Systemlogik und Zusammenhänge
- Aufbau und Struktur von Projekten
- Projektplanung (Phasen, Arbeitspakete, Meilensteine)
- Ressourcenplanung (grob und detailliert)
- Grundlagen der Kapazitätsplanung
Inhalte – Block 2 (Vertiefung, Controlling & Reporting):
- Projektcontrolling (Soll/Ist-Vergleiche)
- Interpretation von Fortschritt und Aufwänden
- Reportingmöglichkeiten
- Steuerung von Projekten und Portfolios
- Szenarien und Forecasts
Ergänzende Maßnahme: Durchführung von Q&A-Sessions zur Klärung konkreter Projektsituationen und zum Erfahrungsaustausch.
3.3 Management
Zielgruppe: Führungskräfte und Entscheider
Schwerpunkt: Strategische Nutzung statt operativer Anwendung.
Inhalte:
- Grundprinzipien und Methodik von Can Do
- Bedeutung von Transparenz und Datenqualität
- Interpretation von Kennzahlen und Reports
- Portfolio- und Ressourcensteuerung
- Entscheidungsunterstützung durch Systemdaten
Ziel: Das Management wird in die Lage versetzt, die bereitgestellten Informationen sicher zu interpretieren und für fundierte Steuerungsentscheidungen zu nutzen.
3.4 Administratoren
Zielgruppe: Technische und fachliche Systemverantwortliche
Die Administratorenschulung wird in zwei Rollen differenziert:
a) Technische Administration (Systembetrieb)
Inhalte (beispielhaft):
- Betrieb und Wartung des Systems
- Durchführung von Backups und Updates
- Überwachung und Steuerung von Schnittstellen
- Analyse von Log-Dateien zur Fehlerbehebung
- Systemstabilisierung und Neustarts
- Sicherstellung von Verfügbarkeit und Performance
Ziel: Eine eigenständige technische Betreuung und stabiler Systembetrieb.
b) Fachliche Administration (Anwendung & Customizing)
Inhalte:
- Pflege von Stammdaten
- Benutzer- und Rechteverwaltung
- Lizenzmanagement
- Konfiguration von Projekten und Strukturen
- Anpassung von Feldern und Masken
- Unterstützung der Fachbereiche
Ziel: Eine eigenständige fachliche Administration und kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems.
Gesamtziel der Administratorenschulung: Klare Verantwortlichkeiten, effiziente Aufgabenverteilung und nachhaltiger, eigenständiger Betrieb von Can Do.
4. Methodik und Didaktik
Das Schulungskonzept basiert auf folgenden Prinzipien:
- Praxisorientierung: Schulungen anhand realer Anwendungsfälle
- Schrittweiser Aufbau: Grundlagen → Anwendung → Vertiefung
- Interaktivität: Raum für Fragen, Übungen und Austausch
- Nachhaltigkeit: Wiederholung, Vertiefung und Q&A-Formate
- Verständnisorientierung: Fokus auf das „Warum“ hinter Prozessen und Daten
5. Ergänzende Maßnahmen
Zur Unterstützung und nachhaltigen Verankerung des Wissens haben sich folgende Maßnahmen bewährt:
- Kurzvideos (z. B. zur Zeiterfassung)
- Rollenspezifische Leitfäden und Dokumentationen
- Q&A-Formate nach Go-Live
- Enge Begleitung der Key User durch Can Do Consultants
6. Zusammenfassung und Einordnung
Das dargestellte Schulungs- und Qualifizierungskonzept stellt einen bewährten, exemplarischen Ansatz dar, der sich in zahlreichen Kundenprojekten erfolgreich etabliert hat.
Im Zentrum steht das Train-the-Trainer-Prinzip, das einen nachhaltigen Know-how-Aufbau innerhalb der Organisation ermöglicht und die Grundlage für eine eigenständige Nutzung von Can Do schafft.
Das Konzept kombiniert:
- ein erprobtes Key-User-Modell
- rollenbasierte Trainingsansätze
- praxisnahe Inhalte
- nachhaltige Begleitmaßnahmen
Das Konzept ist dabei kein starres Schema, sondern ein anpassungsfähiger Rahmen:
- Der konkrete Zuschnitt kann je nach Projektumfang, Organisationsgröße und Nutzergruppen flexibel angepasst werden
- Schulungen können bei Bedarf inhaltlich und methodisch vertieft oder erweitert werden
- Ergänzende Formate wie zusätzliche Workshops oder intensivere Begleitung sind jederzeit möglich
Wo es sinnvoll ist, gehen wir auch deutlich über dieses Modell hinaus – etwa durch:
- zusätzliche Trainingsformate
- individuelle Coaching-Ansätze
- engere operative Begleitung der Fachbereiche
Die konkrete Ausgestaltung erfolgt dabei stets bedarfsorientiert und in enger Abstimmung mit dem Kunden – mit dem gemeinsamen Ziel, Can Do nachhaltig und erfolgreich in der Organisation zu verankern.